Absturz der United Airlines 93 bei Shanksville

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Um 8:01 Uhr hob United Airlines (UA) Boeing 757, Flug 093, in Newark ab. Ziel des nur mäßig gebuchten Gemeinschaftsfluges mit Air Canada war San Francisco. Irgendwann auf dem Flug wurde die Crew von 4 Entführern überwältigt. Durch Telefonate mit Familienangehörigen erfahren die Passagiere, dass es Terroranschläge auf das World Trade Center in New York und auf das Pentagon in Washington gab. So entschlossen sich einige Passagiere, die Highjacker anzugreifen und möglichst die Gewalt über die Maschine zurück zu gewinnen.
Das erzählt Todd Beamer, 32 Jahre, Geschäftsmann und einer der Passagiere, per Telefon einer Vorgesetzten der Telefongesellschaft GTE (seine Familie kann er nicht erreichen). Nach einem Gebet ist nur noch zuhören: "Seid ihr soweit, Jungs?" und dann: "Let's roll."
Von 10:01 Uhr verzeichnet der Voice-Recorder aus dem Cockpit Flüche und Schreie auf English und Arabisch, Geräusche eines Kampfes. Kurz nach 10 Uhr stürzt dann UA 93 ab. Das Flugzeug sinkt schnell, Augenzeugen sehen es flattern, nach links und rechts, kippen, wackeln, dann fräst es einen zehn Meter tiefen Graben in die Äcker bei Shanksville.
Ein Abfangjäger, der die Maschine zwischenzeitlich einholte, hatte laut Condoleezza Rice definitiv den Abschussbefehl von Bush erhalten. Er hatte den Jet bereits im Visier, als dieser plötzlich absackte und abstürzte.

 

 

Einige Telefonate aus der United Airlines 93, die bei Shanksville abstürzte:

Die meisten Gespräche wurden über sogenannte 'Airphones' geführt, Telefone, die in der Rückenlehne des jeweiligen Vordersitzes der Maschinen eingebaut sind; zur Bezahlung gibt man einfach seine Kreditkartennummer ein...

Die Terroristen erlaubten ihren Opfern ausdrücklich zu telefonieren, ja, sie forderten sie geradezu auf, ihre Angehörigen zu verständigen! Stewardess Sandy Bradshaw erzählte dies ihrem Mann am Telefon.

Thomas Burnett, 38, Manager einer Medizintechnikfirma, rief viermal seine Frau Deena in San Ramon an, die gerade in der Küche stand und im Fernsehen die brennenden Türme von New York sieht: "nein, ich bin okey. Ich sitze in einem entführten Flugzeug. sie haben einen Mann erstochen und haben eine Bombe. Ruf die Behörden an."
Beim zweiten Anruf fragte er, ob das in New York Passagiermaschinen waren, was Deena nicht beantworten konnte. Beim dritten Anruf wollte er Neuigkeiten, "er pumpte die Informationen ab", sagte seine Frau später, dann hängte er wieder auf.
Vierter Anruf: "Okey, wir haben hier eine Gruppe zusammen, und wir werden etwas unternehmen", "Wenn sie diese Maschine zum Absturz bringen, müssen wir etwas tun", dann hängt es auf. Für immer.

Lauren Grandcolas, 36, aus Rafael, kann ihren Mann nicht erreichen, spricht aber auf seinen Anrufbeantworter (sie ist im zweiten Monat schwanger): "Jack? Jack, heb ab. Liebling, heb ab. Ich ruf dich nur an, um dir zu sagen, dass ich dich liebe und es nicht erwarten kann, dich wiederzusehen. Da gibt es ein kleines Problem mit unserem Flugzeug, doch mir geht es gut, ich bin in Ordnung. Bitte sag meiner Familie, dass ich sie liebe."

Todd Beamer, 32, aus Cranbury, NJ, ein Manager einer Softwarefirma im Silicon Valley, sitzt im Flug UA-93. Als er seine Frau anrufen will, und zur Bezahlung seine Kreditkartennummer ins "Airfone" eingibt, wird diese von der Telefongesellschaft aus irgendeinen Grund nicht akzeptiert - und Beamer wird automatisch zu einem Operator durchgestellt:
Zu Lisa D. Jefferson, Supervisor im Kundenzentrum der Telefongesellschaft GTE Airfone in Oak Brooks, Illinois.
Er berichtet von drei Terroristen. Sie hätten einen Passagier niedergestochen; andere seien in der Business-Class zusammengetrieben worden, die meisten befänden sich im Heck, bewacht von jemanden, der eine Kiste trage und behaupte, darin sei eine Bombe. Beide Piloten seien verletzt.
Im Verlauf des Gesprächs erzählt er Lisa Jefferson, dass er und vier weitere kräftige Passagiere beabsichtigen, die Entführer "anzufallen" (Orginal: Todd Beamer). "Wir werden etwas unternehmen. Ich weiß nicht, was dabei heraus kommt. Ungefähr 34 Meter trennen uns vom Cockpitt". Und: "Ich weiß, dass ich hier nicht lebend herauskommen werde."
Dann bittet er die Telefonistin, zusammen mit ihm das Vaterunser zu beten.
Lisa Jefferson hört ihn dann anschließend schreien: "Alles klar? Let's Roll !"
Danach minutenlang chaotischer Lärm. Dann nichts mehr.

 

Zeugen bei Shanksville:

Ernie Stull, Bürgermeister des Ortes Shankesville, sagte folgendes: "Das Flugzeug hat sich total zerlegt. Puff! Es krachte auf den Boden und löste sich auf - vollkommen. [...] Man hat nur die beiden Turbinen gefunden, weil sie natürlich schwerer als alles andere sind. Doch vom eigendlichen Flugzeug ist so gut wie nichts übrig geblieben. Man kann immer noch handtellergroße Teile finden. Und Neville von der Farm dort drüben hat hinter seiner Scheune ein Aluminiumteil von der Flugzeugaußenhaut gefunden, das 2,50 mal 3,0 oder 3,50 Meter groß gewesen sein mag. [...] Kein Flugzeug! (No airplane!)" (Quelle: übersetzte WDR-Abschrift der Orginal-Videoaufnahmen von Wisnewski u. Brunner)

Die Beweise für ein Flugzeugabsturz lagen so zahlreich herum, dass Mitarbeiter des FBI und Ermittler der Unfalluntersuchungsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) 13 Tage lang damit beschäftigt waren, die Trümmer zu bergen. Das schwerste gefundene Teil, ein Triebwerkssegment, wog nahezu eine Tonne.
Und es ist auch nichts mysteriöses an der weiteren Vorgehensweise der Trümmer betreffend, denn während der Dauer der Ermittlungen wachte die Bundespolizei über die Reste des Jets. Als die Fahnder ihre Spurensuche abgeschlossen hatten, folgte, was nach allen Abstürzen üblich ist. Die Teile wurden dem Besitzer des Flugzeuges überstellt. Im Fall der UA-Boeing war das die Versicherung der Fluggesellschaft, die United States Aircraft Insurance Group (USAIG) mit Sitz in New York. Der gehören die Trümmer der UA-93 heute noch.

Dann gab es da noch Lee Purbugh. Ein "unvorstellbar lautes Grollen" habe ihn zum Himmel blicken lassen, und da hing das riesenhafte Flugzeug "praktisch über meinem Kopf". Sekunden später bohrte sich die Boeing in den Boden.
Laut Daily Mirror sagte Lee Purbaugh folgendes: "'ich hörte diese realen lauten Geräusche, direkt über meinen Kopf' erklärte er dem Daily Mirror, 'ich schaute nach oben und es war Flug 93, kaum 50 Fuß über mir. Es kam in 45 Grad runter und schaukelte von Seite zu Seite. Dann tauchte die Nase plötzlich und gerade in den Boden. Da war dieser große Feuerball und dann eine riesige Rauchwolke.' Aber sah er ein anderes Flugzeug? 'Ja, da war ein anderes Flugzeug', Lee sagte 'Ich hatte keine gute Sicht aber es war weiß und kreiste zwei mal über das Gebiet und flog dann am Horizont davon'." (Original in Englisch: Daily Mirror vom 13.09.2001)

Ein anderer Zeuge ist Eric Peterson, der in seinem Laden stand, als er den lärm der Triebwerke vernahm. Er trat hinaus und beobachtete den United Airline-Jet, bis der hinter einem nahen Hügel verschwand. Unmittelbar danach stieg ein Feuerball auf. Mit seinem Geländewagen machte sich Peterson sofort auf den Weg zum Unglücksort, wo er in weitem Umkreis um den "noch brennenden" Einschlagkrater Flugzeugtrümmer sah. In den Ästen der umstehenden Bäume "hingen Kleidungsstücke".

 

Besuch der Unglücksstelle:

Am 17. September kam Lisa Beamer, die Frau von Todd Beamer, der berühmt ist für seinen heldenhaften Einsatz in der entführten Maschine (Flug UA93), nach Shanksville. Sie schildert ihren Besuch am 17. September an der Stelle, wo das Flugzeug zu Boden gegangen war, in ihrem Buch "Todd sagte: 'Lets roll!'" auf Seite 208f. wie folgt:
"Als wir die Stelle erreichten, war ich überrascht, wie gewöhnlich es dort aussah... Die Bundesbehörden wollten uns nicht zu nahe an die genaue Stelle heranlassen, wo die Maschine auf dem Boden aufgeschlagen war, aber sie gaben sich große Mühe, sie uns zu beschreiben und alle unsere Fragen darüber zu beantworten, wie die Maschine ihrer Meinung nach zu Boden gegangen war. Die Aufschlagstelle war aschfarben und sah aus wie ein großes, aufgeblähtes Kreuz auf dem Boden. Ich sah nirgendwo auch nur ein einziges Trümmerstück. Die Beamten sagten uns, sie hätten einige Maschinenteile gefunden, ein großes Stück in einem Teich etwa eine halbe Meile entfernt und ein paar kleine Fragmente, etwa so groß wie ein Notizbuch. Ansonsten hatte sich das Flugzeug komplett in seine Bestandteile aufgelöst. Winzige Trümmerteile steckten in den Bäumen rund um das Feld. Mehr als vierhundert Helfer hatten das Gebiet durchkämmt und nach Bruchstücken oder irgendwelchen Gegenständen abgesucht, anhand derer man Opfer hätte identifizieren können. Doch es wurde nur wenig gefunden. Wegen dem wieder urbar gemachten Tagebau war der Boden hier weicher als in der Umgebung. Die Maschine hatte sich in den Boden gebohrt wie ein Löffel in eine Tasse Kaffee: der Löffel verdrängte den Kaffee, und dann schloss sich der Kaffee sofort wieder um den Löffel, als hätte nichts seine Oberfläche aufgestört. Was immer von Flug 93 übrig war, lag tief im Boden vergraben."

 

Keine Ausländer an Bord der UA 93?

Es gehen Gerüchte oder Behauptungen um, wonach sich an Bord der UA 93, die bei Shanksville abstürzte, sowie an Bord der AA 77, die ins Pentagon krachte, seltsamer Weise nur amerikanische Staatsbürger befanden, also keine Ausländer.
Aber diese Behauptung stimmt natürlich nicht:

In der UA 93 bei Shanksville saß zum Beispiel der Deutsche Christian Adams aus Biebelsheim, oder der Japaner Toshiya Kuge.
Man schaue mal hier: CNN Opferliste der UA 93 .

Und auf der AA 77, die ins Pentagon stürzte, war z.B. die Australierin Yvonne E. Kennedy, sowie zwei Chinesen: Shuyin Yang und Yuguang Zheng.
Bitte hier schauen: CNN Opferliste Flug AA 77.

Bordinglisten:

American Airlines flight 11
United Airlines flight 175
American Airlines flight 77
United Airlines flight 93

Passagierlisten:

Flug AA 077 - Boeing 757-200: 187 Plätze, 58 Passagiere + 6 Besatzungsmitglieder,
Flug AA 011 - Boeing 767-223: ca.: 200 Plätze, 82 Passagiere + 11 Besatzungsmitglieder,
Flug UA 175 - Boeing 767-222: ca.200 Plätze, 56 Passagiere + 9 Besatzungsmitglieder,
Flug UA 093 - Boeing 757-200: 187 Plätze, 37 Passagiere + 7 Besatzungmitglieder.

Vergleiche hierzu auch die CNN-Opferlisten: http://www.cnn.com/SPECIALS/2001/memorial/

Intern:
Panoply of the Absurd (englisch)

 

Die Entführerpiloten:

Mohammed Atta (steuerte die AA 11 in den Nordturm) und Marwan Al-Shehhi (UA 175 in den Südturm) hatten nach etlichen Flugstunden und Simulatorstunden je eine CPL-Lizenz (Commercial Pilot Licence) und eine Instrument rating Lizenz erworben. Damit hätten sie bei jeder Fluggesellschaft als Pilot bzw. auf grossen Passagierjets mit mehr als 9 Passagiersitzen als Co-Pilot arbeiten können.
Eine ATPL (Airline Transport Pilot Licence), also die, die man als Chefpilot einer Boeing 767 braucht, hatten sie nicht. Dennoch hatten sie für diesen Flugzeugtyp etliche Stunden im Simulator absolviert.

Hani Handschur (steuerte die AA 77 ins Pentagon) hatte ebenfalls eine CPL und trainierte am Flugsimulator.
Ziad Jarrah (Terrorpilot der UA 93, die bei Shanksville abstürzte) hatte nur eine Lizenz für Kleinflugzeuge (PPL = Private pilot licence)

 

Flugzeugtrümmer bei Shanksville:

 

 

Quellen der Fotos:
Pittsburghchannel Slideshow: http://html.thepittsburghchannel.com/sh/slideshow/_auto/sh1364s1.html
Shanksville photographsStatement from Tim Shaffer (Photojournalist)

Links des Pittsburghchannel

 

Weitere Zeugen:

 

1) Terry Butler, at Stoystown: He sees the plane come out of the clouds, low to the ground. "It was moving like you wouldn't believe. Next thing I knew it makes a heck of a sharp, right-hand turn." It banks to the right and appears to be trying to climb to clear one of the ridges, but it continues to turn to the right and then veers behind a ridge. About a second later it crashes. [St. Petersburg Times, 9/12/01]

2) Ernie Stuhl, the mayor of Shanksville: "I know of two people -- I will not mention names -- that heard a missile. They both live very close, within a couple of hundred yards... This one fellow's served in Vietnam and he says he's heard them, and he heard one that day." He adds that based on what he has learned, F-16s were "very, very close." [Philadelphia Daily News, 11/15/01]

Accounts of the plane making strange noises:
3) Laura Temyer of Hooversville: "I didn't see the plane but I heard the plane's engine. Then I heard a loud thump that echoed off the hills and then I heard the plane's engine. I heard two more loud thumps and didn't hear the plane's engine anymore after that." (She insists that people she knows in state law enforcement have privately told her the plane was shot down, and that decompression sucked objects from the aircraft, explaining why there was a wide debris field.) [
Philadelphia Daily News, 11/15/01]

4) Charles Sturtz, a half mile from the crash site: The plane is heading southeast and has its engines running. No smoke can be seen. "It was really roaring, you know. Like it was trying to go someplace, I guess." [WPXI Channel 11, 9/13/01]

5) Michael Merringer, two miles from the crash site: "I heard the engine gun two different times and then I heard a loud bang..." [AP, 9/12/01]

6) Tim Lensbouer, 300 yards away: "I heard it for 10 or 15 seconds and it sounded like it was going full bore." [Pittsburgh Post-Gazette, 9/12/01]

Accounts of the plane flying upside down:
7) Rob Kimmel, several miles from the crash site: He sees it fly overhead, banking hard to the right. It is 200 feet or less off the ground as it crests a hill to the southeast. "I saw the top of the plane, not the bottom." [Among the Heroes, by Jere Longman, 8/02, p. 210-211]

8) Eric Peterson of Lambertsville: He sees a plane flying overhead unusually low. The plane seemed to be turning end-over-end as it dropped out of sight behind a tree line. [Pittsburgh Post-Gazette, 9/12/01]

9) Bob Blair of Stoystown: He sees the plane spiraling and flying upside down before crashing. Its not much higher than the treetops. [Daily American, 9/12/01]

Accounts of a sudden plunge and more strange sounds:
10) An unnamed witness says he hears two loud bangs before watching the plane take a downward turn of nearly 90 degrees. [
Cleveland Newschannel 5, 9/11/01]

11) Another unnamed witness sees the plane overhead. It makes a high-pitched, screeching sound. The plane then makes a sharp, 90-degree downward turn and crashes. [Cleveland Newschannel 5, 9/11/01]

12) Tom Fritz, about a quarter-mile from the crash site: He hears a sound that "wasn't quite right" and looks up in the sky. "It dropped all of a sudden, like a stone," going "so fast that you couldn't even make out what color it was." [St. Petersburg Times, 9/12/01]

13) Terry Butler, a few miles north of Lambertsville: "It dropped out of the clouds." The plane rose slightly, trying to gain altitude, then "it just went flip to the right and then straight down." [Pittsburgh Post-Gazette, 9/12/01]

14) Lee Purbaugh, 300 yards away: "There was an incredibly loud rumbling sound and there it was, right there, right above my head – maybe 50 feet up.... I saw it rock from side to side then, suddenly, it dipped and dived, nose first, with a huge explosion, into the ground. I knew immediately that no one could possibly have survived." [Independent, 8/13/02]

Upside down and a sudden plunge:
15) Linda Shepley: She hears a loud bang and sees the plane bank to the side. [
ABC News, 9/11/01] She sees the plane wobbling right and left, at a low altitude of roughly 2,500 feet, when suddenly the right wing dips straight down, and the plane plunges into the earth. She says she has an unobstructed view of Flight 93's final two minutes. [Philadelphia Daily News, 11/15/01]

16) Kelly Leverknight in Stony Creek Township of Shanksville: "There was no smoke, it just went straight down. I saw the belly of the plane." It sounds like it is flying low, and it's heading east. [Daily American, 9/12/01, St. Petersburg Times, 9/12/01]

17) Tim Thornsberg, working in a nearby strip mine: "It came in low over the trees and started wobbling. Then it just rolled over and was flying upside down for a few seconds ... and then it kind of stalled and did a nose dive over the trees." [WPXI Channel 11, 9/13/01]


Rauchwolke nach Absturz

 

 

 

 

 

 


Einschlagkrater

 

Komplette Passagierliste der United Airlines flight 93
CNN-Opfergedenkseite United Airlines Flug 93

 


 

Anhang:

Todd Beamer sagte "Let's roll"! - oder doch nicht?

 

Todd Beamer, 32, aus Cranbury, NJ, ein Manager einer Softwarefirma im Silicon Valley, sitzt am 11. September 2001 im entführten Flug UA-93, jenes Flugzeug, was später in der Nähe von Pittsburgh , bei Shanksville, abstürzen wird. Als er seine Frau anrufen will, und zur Bezahlung seine Kreditkartennummer ins "Airfone" eingibt, wird diese von der Telefongesellschaft aus irgendeinen Grund nicht akzeptiert - und Beamer wird automatisch zu einem Operator durchgestellt:
Zu Lisa D. Jefferson, Supervisor im Kundenzentrum der Telefongesellschaft GTE Airfone in Oak Brooks, Illinois.
Er berichtet von drei Terroristen. Sie hätten einen Passagier niedergestochen; andere seien in der Business-Class zusammengetrieben worden, die meisten befänden sich im Heck, bewacht von jemanden, der eine Kiste trage und behaupte, darin sei eine Bombe. Beide Piloten seien verletzt.
Im Verlauf des Gesprächs erzählt er Lisa Jefferson, dass er und vier weitere kräftige Passagiere beabsichtigen, die Entführer "anzufallen" (Orginal: Todd Beamer). "Wir werden etwas unternehmen. Ich weiß nicht, was dabei heraus kommt". Und: "Ich weiß, dass ich hier nicht lebend herauskommen werde."
Dann bittet er die Telefonistin, zusammen mit ihm das Vaterunser zu beten.
Lisa Jefferson hört ihn dann anschließend schreien: "Are you ready? Let's roll!"
Danach minutenlang chaotischer Lärm. Dann nichts mehr.

 

In einem Interview des Senders CBS News bestätigte Lisa Jefferson, dass Todd Beamers letzte Worte "Let's roll" waren:

Transcript of Cynthia Bowers, CBS News

Interview with Lisa Jefferson, a GTE Airfone Supervisor in Oak Brook, Illinois, who took United Flight 93 Passanger Todd Beamer's Call.

Jefferson:
When i took the call over, there was a soft-spoken, calm gentleman on the other end. He told me that there were three people that had taken over the flight. At that point, I ask him his name. He told me, "Todd Beamer". He was from Cranbury, New Jersey.

Bowers: Did you make a conscious decision not tell Todd about the World Trade Center

Jefferson: Yes.

Bowers: Why?

Jefferson: Because I wanted him to have hope. I wanted him to think that he still had a chance. I didn't want him to feel like it was just totally hopeless and he definitely didn't have a choice and he knew he was going to die. I didn't want him to have that feeling.

Bowers: When he wanted to pray, was your sense then that...that he knew that he was going to die?

Jefferson: Yes, I did. I felt that he knew at that time because he had said, "Oh, Jesus, help us." And he said, "Lisa, would you recite the Lord's Prayer with me?" ...He knew at that time that there wasn't much left for him to do.

Bowers: What do you think that this country needs to know about the men and women who were on board Flight 93?

Jefferson: They're all heroes in my eyes. They really are. They all pitched together and they did what they thought was the best thing to do at that time. And I feel that Todd played a great role in that because when he told the guys, "Are you ready?", I assume that they were waiting on his cue. Then they responded to him, and he said, "Okay, let's roll."

Quelle: A full-length DVD CBS News Coverage.

 

Auch in Zeitungsartikeln im September 2001 wird berichtet, dass die letzten Worte, die Lisa Jefferson angeblich von Todd Beamer hörte, "Let's roll" waren. Allerdings kommt Lisa Jefferson in diesen Berichten nicht selbst zu Wort, sondern wird vermeintlich zitiert:

American Partisan, September 19, 2001:
Todd Beamer was still on the phone with Lisa Jefferson. He asked her to pray with him and together they recited the 23rd Psalm. Beamer asked Jefferson to phone his wife, pregnant with their third child. He told Jefferson that he and others were going to 'jump on' the hijacker with the bomb, who was guarding the passengers in the back. He mentioned Jeremy Glick by name. Then, Beamer dropped the phone. Jefferson distinctly heard Beamer say, 'Let’s Roll', sounds of scuffling and screams, and then, silence."

Oder Newsweek, Sept.22, 2001:
"At around the same time, Todd Beamer is telling the operator that the men plan 'to jump' the hijacker in the back, claiming to have a bomb. 'We’re going to do something,' Beamer tells operator Lisa Jefferson. 'I know I’m not going to get out of this.' He asks Jefferson to recite the Lord’s Prayer with him. The last words Jefferson hears are 'Are you ready guys? Let’s roll.'"

Der Pittsburgh-Channel berichtet schon am 16. September 2001 über "Lets roll", allerdings kommt auch hier Lisa Jefferson nicht persönlich zu Wort sondern wird nur zitiert:
"After the prayer was finished and the promise was made to call his wife, Todd Beamer dropped the phone, leaving the line open. It was then that the operator heard Beamer's words: 'Let's roll.'"

 

Soweit, so gut. Aber jetzt fäng's an, merkwürdig zu werden: Denn in dem Bericht des Pittsburgh Channel vom 16. September 2001 wird lediglich Lisa Beamer, die hinterbliebene Ehefrau Todd Beamers, zitiert, nach deren Aussage Todd Beamer den Spruch "Lets roll" scheinbar bei mehreren Gelegenheiten sagte, denn in dem Artikel heißt es: "'Are you guys ready? Let's roll!' It's an expression Todd Beamer used whenever his wife and two young sons were leaving their home for a family outing."

Es kommt also nicht auch Lisa Jefferson zu Wort, die den Spruch (letzte Worte) "Let's roll" gehört hat - oder nur gehört haben soll?

Denn in der "pittsburgh post-gazette" vom 22.9.01 kam Lisa Jefferson erstmals nach dem 11. September 2001 selbst zu Wort - und sie nennt auch ausdrücklich seine letzten Worte: "are you ready? ok":
"She heard Beamer saying, 'God help me. Jesus help me.' He addressed his cohorts, still calm, saying, 'Are you ready? OK,' Jefferson said. She did not complete the phrase that Lisa Beamer relayed in an earlier interview with the Pittsburgh Post-Gazette in which she quoted her husband using a family catch phrase: 'Are you guys ready? Let's roll!'

'That's the last I heard from Todd Beamer,' Jefferson said. 'The line was still open, but it was silent.'


Der Ausdruck "Lets roll" wurde also von Lisa Beamer ins Spiel gebracht. Lisa Beamer schildert auch in ihrem Buch "Todd sagte: Let's roll!" ihr Gespräch mit Lisa Jefferson (das stattfand, BEVOR Jefferson mit der Post Gazette sprach), so: "Als Lisa (Lisa Jefferson) mir erzählte, wie Todd gesagt hatte 'let's roll', da musste ich lächeln. Das war so richtig 'typisch Todd'.
'Das hat er gesagt?' vergewisserte ich mich.
'Ja, genau so. Er sagte: 'Seid ihr bereit? Okay. Let's roll.' wiederholte Lisa.
Das waren Todds letzte Worte."


In den oben angeführten und zitierten Artikel der "pittsburgh post-gazette" vom 22.9.01 mag aber Lisa Jefferson das Ganze so gar nicht bestätigen.
Sagte also Todd Beamer den Spruch "Let's roll" tatsächlich - der dann, nicht zuletzt von Lisa Beamer, gründlich vermarktet wurde und zum Leitspruch der USA im 'Kampf gegen den Terrorismus' wurde - oder wurde dieser Spruch der Operaterin/Supervisor der Telefongesellschaft GTE Airfone, Lisa Jefferson, von der Ehefrau Todd Beamers, Lisa Beamer, quasi in den Mund gelegt?
...Denn wer wollte am Ende, nachdem sich "Let's roll" quasi verselbständigt hat und zum Synonym des Widerstandes geworden war, diese angeblich letzten Worte Todd Beamers widersprechen?...

 


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Links zu "Let's roll":

www.snopes.com/rumors/beamer.htm
www.cbsnews.com/stories/2...1521.shtml
www.cbsnews.com/stories/2...2018.shtml
www.american-partisan.com...3/0919.htm
edition.cnn.com/TRANSCRIP...kl.00.html
www.defenselink.mil/news/...06181.html
msnbc.msn.com/id/3067652/

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"Let's roll" - Todd Beamers last words: bumper stickers

 

 

   


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