Daten und Fakten des World Trade Center

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Den Bau der Türme begleiteten die New Yorker mit Kritik und Protesten. Dann verliebten sie sich in die Großstadt in der Metropole.
Die beiden schlanken Türme aus Stahl, Aluminium und Glas, ragten 412 Meter in den Himmel, und die Antennenspitze streifte vorbeiziehende Wolken.
Während des Baus des World Trade Centers vor beinahe 40 Jahren, waren viele New Yorker der Ansicht, die Zwillings-Klötze stören die Silhouette am Hudson River. Nach Protesten, Kritiken, Rechtsprüfungen und Jahre langer Bauzeit jedoch akzeptierte New York die Twin Towers. Das pragmatische Anerkennen wandelte sich später sogar in liebevolle Zuneigung, schließlich prägten die silber schimmernden Türme die Silhouette der Millionen-Stadt. So wurden die Zwillinge zum Wahrzeichen New Yorks, wurden Symbol für die Wirtschaftsmacht der Vereinigten Staaten.
Das World Trade Center überragte das seit 1931 höchste Bauwerk Manhattans, das Empire State Building, um 31 Meter, und galt als höchstes Gebäude der Welt. Allerdings musste es diesen Titel zwei Jahre später an das Sears Tower in Chicago abgeben, welches das World Trade Center seinerseits um 31 Meter überragte. Später wurden beide Gebäude von den Petronas Tower in Kuala Lumpur übertrumpft.
Das World Trade Center hatte die Grenzen dessen durchstoßen, was 40 Jahre lang als technisch möglich galt. Eine neue Ära des Bauens habe begonnen, schwärmten Architekten, Statiker und Bauingenieure.
 Der amerikanisch-japanische Architekt Minoru Yamasaki hatte eine "vertikale Stadt" geschaffen. "Es wird das erste Gebäude des 21. Jahrhunderts, ein Haus für den Frieden", versprach Yamasaki. Sein Bau, sagte er, solle den Besuchern "Glück und Geborgenheit bringen".
1966 rollten die ersten Bagger an. Mehr als 21 Meter tief buddelten sie die Grube für das Fundament in den Schieferboden von Manhattan. Etage um Etage wuchs das Hochhaus, nur einen Steinwurf von der Stelle entfernt, wo holländische Siedler vor mehr als 300 Jahren mit der Besiedlung der Halbinsel begonnen hatten. Wegen der enormen Höhe des Baus mussten die Arbeiten von innen nach außen vonstatten gehen. Die Arbeiter bauten zunächst die Liftschächte, wo sie dann die Kräne installierten, die die tonnenschweren Stahlstreben in die Höhe zogen, um die Außenwände aufzubauen. "Eine grandiose Vermählung von Schönheit und Nützlichkeit", lobte New Yorks Gouverneur Nelson Rockefeller.
Die Einweihung des aus insgesamt 7 Häusern bestehende Gebäudekomplex war 1973. Der Nordturm wurde schon 1970 fertiggestellt. Die Antenne auf seinem Dach übertrug das Signal von zehn überregionalen TV-Stationen.
Die Türme des WTC waren oft Schauplatz von artistischen Kunststücken und dienten häufig als Filmkulisse: Kaum standen die beiden Kolosse, spannte der Akrobat Philippe Petit ein Seil von einem Dach zum anderen und balancierte über den Abgrund. Wenige Jahre später kletterte George Willig mit selbstgebastelten Haken die Außenwand des Südturms hoch.
Der Architekt des WTC, Yamasaki, starb 1986 - auch den ersten Anschlag auf sein World Trade Center 1993 hat er nicht erleben müssen. Er glaubte unbeirrt, "Ein Welthandelszentrum ist ein Zeichen für den Weltfrieden".

 

 

 

Zahlen:

  • Gesamthöhe: 412 Meter,
  • 110 Stockwerke,
  • 76.000 Quadratmeter überbaute Fläche,
  • 1,2 Millionen Quadratmeter Büros, Geschäften sowie Restaurants,
  • 4.800 Kilometer Kabel,
  • 43.600 Fenstergriffe,
  • 180.000 Tonnen Stahl,
  • 50.000 Angestellte arbeiteten hier,
  • bis zu 200.000 Menschen (inklusive Massen von Touristen) drängten sich jeden Tag in die Zwillings- Türme, z.B. auf die Aussichtsplattform,
  • zehnspurige Rolltreppen im Concourse Level,
  • 97 Personen- und 6 Lastenaufzüge in jedem Turm,
  • Expressfahrstühle für 55 Personen (58 Sekunden bis in die 110 Etage),
  • 6 Untergeschosse,
  • 3 U-Bahnstationen

 

 

 

  • 1960: Bankier David Rockefeller träumt von der wirtschaftlichen Belebung Manhattans.
  • 1966: Architekt Minoru Yamasaki verwirklicht die Idee des Milliardärs und plant das Projekt.
  • 1970-1977: In sieben Jahren wurde der Komplex aus 7 Gebäuden errichtet.
  • Kosten: 1,1 Mrd. Dollar
  • Mai 2001: für umgerechnet 7 Mrd. Mark verpachtet die New Yorker Hafenbehörde für 99 Jahre das WTC an Larry A. Silverstein und Westfield America.

 

 

 

 

 

Fotos: Collaps of WTC 2 (Southtower) at 9/11 (24 JPG Standbilder 'a 25 Kb, aus CBS News- DVD)
Fotos: Collaps of WTC 1 (Northtower) at 9/11 (34 JPG Standbilder 'a 25 Kb, aus CBS News DVD)

Fotos: Collaps of WTC 7 Silverstein Properties
at 9/11 (36 JPG Standbilder 'a 30 Kb, aus Naudet-Film DVD)
Video: Airplane crash into the South-Tower (4.28 MB)
Video: Airplane crash into the first tower (10.5 MB)
Video: Collaps of North-Tower of WTC (3.3 MB)
Doku-Video: World Trade Center - Anatomy of the Collapse (2002) (4/4) (14,30 Minuten)

Table of World Trade Center Tower A - Architectural Drawings

 


 

Companys (Firmen) in den Twin Towers:

 


 

 

Einige Zeugen im und am World Trade Center:

 

Drei Zeugen, die das Flugzeug (American Airlines Flight 11) in den Nordturm krachen sahen:

Aussage: "...We saw a plane comming very loud, and everybody saw it, wy's the plane was very very loud..."

 

Aussage: "...I was walking throw work, and i see an jet, crash into the first tower..."

 

Aussage: "...we saw the jet, and we heard the crash..."

Quelle: CBS News DVD "A full-length DVD CBS News Coverage"

 

Überlebende des Kollaps der Türme:

Allein direkt im Nordturm überlebten 11 Menschen: Nachdem der Turm zusammengebrochen war, waren in den Trümmern Stimmen zu hören in jener Höhe, wo vorher das vierte Stockwerk des Treppenhauses B war. Diese Stimmen gehörten den Feuerwehrleuten Mike Meldrum, Matt Komorowski, Bill Butler, Tom Falio, Sal d'Agostino und Captain John Jonas, alle Angehörige eines Löschzugs aus Chinatown, der "Ladder 6". Eine weitere Stimme gehört David Lim, Polizist der New Yorker Einheit "Port Authority". Dazu meldeten sich die Stimmen zweier Feuerwehrleute namens Bacon und Cross und die Stimme von Josephine Harris, einer Buchhalterin der Port Authority mit Büro im 73. Stock.
Und der elfte ist Chief Rick Picciato, den der Hurrikan der von oben zusammengepressten Luft im 5. Stock erwischte und so zu Boden drückte, dass er sich nicht mehr rühren konnte.

Desweiteren gab es in den Unterirdischen Geschossen weitere Überlebende des Kollaps des Südturms: Jan Khan (Stadtplaner), dessen Büro sich im 82. Stock des Nordturms befand, trat sofort nach dem das Flugzeug in den Turm krachte, den Weg nach unten an. Unterwegs traf er seine Kollegen Chris und Larissa. Die Feuerwehrleute sagten zu ihnen, dass es wegen herabfallender Trümmer und Menschen zu gefährlich sei, den Turm zu verlassen.
Sie wollten nun durch die unterirdischen Etagen entkommen. Als sie auf dem Concourse Level waren und gerade die Coffee Station passierten, ertönte ein lautes Krachen, "das Geräusch einer gigantischen Explosion, als würde hinter uns etwas zusammenstürzen". "Wie ein Hurrikan" fuhr ein heftiger Wind durch das Einkaufszentrum. Khan sah, wie sich die Drehtür und die Aufzugstüren "wie ein Akkordeon" von oben nach unten zusammenfalteten.

Chuck Allen war EDV-Chef bei Lava Trading. Er saß um 8:46 in seinem Büro (mit dem Rücken zum Fenster) im 83. Stock des Nordturms, als er ein dumpfes, saugendes, unerträgliches lautes Geräusch hörte. Aus der Bürobox nebenan ruft Liz Porter, Allens Programmiererin: "Was zur Hölle ist das?".
Allen kannte dieses Geräusch: Vor einigen Jahren hat er die Pilotenprüfung abgelegt, er weiß, wie es klingt, wenn der Pilot die Gashebel nach vorn schiebt, um der Turbine maximale Schubkraft zu geben. "Man kann ein Flugzeug allein mit Schubkraftveränderung steuern. Bei vollem Schub hebt sich die Nase des Jets." Es war genau dieses Geräusch, das Chuck Allen in seinem Rücken hörte.
Allen und Liz Porter traten sofort den Weg nach unten an. Auf dem Weg schlossen sich ihnen weitere Beschäftigte des Nordturms an. Nach einem langwierigen Abstieg erreichten sie die Plaza des Nordturms. Der Innenhof war voll großer Trümmer. Und sie sahen Menschen; es waren vielleicht 20, 30, 40 Tote. Es waren Teile von Menschen.
Sie sahen einen Torso mit einem Gurt um die Hüften, einen zweiten, dritten, vierten... Alle hatten denselben breiten, schwarzen Gurt angelegt. Es dauerte einen Moment, bis Allen und seine Begleiter begriffen, dass es sich um die Passagiere des Flugzeugs handelte.

Quelle: "11. September - Geschichte eines Terrorangriffs" Stefan Aust/Cord Schnibben (Hg.).
Internet:
www.spiegel.de/spiegel/0,...93,00.html
www.spiegel.de/spiegel/0,...54,00.html

Intern:
Panoply of the Absurd (englisch)

 

Teil des Rumpfes der UA-175 am Boden von WTC-5:

 

Keine Hitze durch Kerosinbrand in den WTC-Türmen die den Kollaps verursachte?:

Es wird behauptet, dass das Kerosin der Flugzeuge beim Aufprall auf die WTC-Türme zum größten Teil in einem großen Feuerball explosivartig verbrannte, kleine Reste waren nach kurzer Zeit verbrannt. Somit könne in den Türmen unmöglich eine solche Hitze geherrscht haben, dass Stahlträger ihrer Eigenschaften beraubt wurden und die Türme dadurch letztendlich zusammen stürzten. Also müssen die Türme durch andere Ursachen - z.B. Manipulation durch Sprengung - zusammengebrochen sein.

Als Antwort verweise ich auf die etlichen Zeugen in den Unglücksetagen der Katastrophe, denen es noch rechtzeitig gelang, die Türme zu verlassen (die jetzt hier nicht alle aufgezeigt werden können), aber auch auf die diversen Notrufe der eingeschlossenen aus den Türmen.

Auszug aus Protokoll Notrufzentrale der Feuerwehr (Fire Department New York (F.D.N.Y.):

Nordturm:
9:15:34 Uhr:
"Mehrere Leute springen aus dem Fenstern vom WTC."
9:24:54 Uhr: "Männlicher Anrufer meldet, Treppenhaus im 105. Stock bricht zusammen."
9:25:28 Uhr: "Männlicher Anrufer erklärt, er sei eingeschlossen im 105. Stock. Die Türen sind sehr heiß."
9:36:40 Uhr: "weiblicher Anruferin erklärt, der Fußboden sei sehr heiß - keine Türen - gibt an, sie wird sterben - noch am Telefon - möchte Mutter anrufen."
9:40:45 Uhr: "Männlicher Anrufer meldet, Menschen werden vor glutheißer Luft ohnmächtig."
9:42:04 Uhr: "Menschen springen immer noch vom Turm."

Südturm:
9:47:15 Uhr: "Weiblicher Anrufer aus dem 105. Stock von Tower 2 meldet, dass das Stockwerk unter ihr zusammenbricht."
9:55:28 Uhr: "2 World Trade Center - 106. Stock und 105. Stock brechen ein."

50 Minuten, nachdem das Flugzeug in den Nordturm krachte, war der Fußboden heiß. 56 Minuten, nach dem das Flugzeug in den Nordturm krachte, sprangen immer noch Menschen vom Turm. 40 Minuten, nach dem das Flugzeug in den Nordturm krachte, brach ein Treppenhaus zusammen. 45 b.z.w. 50 Minuten, nach dem das zweite Flugzeug in den Südturm krachte, brachen dort ganze Stockwerke ein - 8 Minuten vor dem totalen Kollaps.
Das sind eindeutige Indizien für eine Höllenhitze!

 

Foto vom Test bei Cardington: Glühender und durchgebogener Boden bei einer Feuerlast von
40 kg/m2, maximale durchschnittliche Atmosphärentemperatur von ungefähr 675°C, mit
einer maximalen notierten Temperatur von 746°C, maximaler Stahltemperatur von 691°C:

 

Feuerwehrleuten gelangten bis in die Unglücksetagen - keine Feuershitze?

Es wird auch gern als Beweis dafür, dass zumindest im Südturm bereits nach kurzer Zeit keine Kerosinbrandhitze mehr herrschte, benannt, dass es zwei Feuerwehrleute bis in den 78. Stock des Südturms geschafft haben sollen, wo sie nicht von einer Höllenhitze berichteten, sondern von mehreren kleinen Feuer, die sie aber unter Kontrolle hätten. Dieser Bericht soll sich auf einem Tonband oder Video befunden haben, das beim Kollaps aus dem Turm auf die Strasse fiel und dort später gefunden worden sein soll.

Interessant ist, dass diese Story von Feuerwehrleuten, die angeblich den 78. Stock erreichten und angeblich von kleinem Feuer, welches sie unter Kontrolle hätten, berichteten, so uneingeschränkte Glaubwürdigkeit genießt, obwohl dies von keiner offiziellen Stelle - selbst von der New Yorker Feuerwehr, explizit von Deputy Chief F.D.N.Y. Vincent Dunn (E-Mail: vincentdunn@earthlink.net) - je bestätigt wurde.
Auch gibt es keine weiteren Berichte oder anderweitige Bestätigungen - selbst in den 2.000 Seiten starken Protokollen der Tonbandaufzeichnungen (Abschrift) der Notrufe aus den WTC-Türmen und des gesamten Funkverkehrs der New Yorker Feuerwehr und der Polizei ist eine solche Bestätigung b.z.w. dieser Funkspruch nicht zu finden!

Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie die Feuerwehrleute es hätten schaffen können, in der relativ kurzen Zeit (64 Minuten nach dem Crash bis zum Kollaps) bis in den 78. Stock des Südturms zu kommen, denn mit der schweren Standartausrüstung schaffen sie laut Angaben des F.D.N.Y. höchstens einen Treppenabsatz pro Minute.

Ich will ja nicht grundsätzlich ausschließen, dass es Feuerwehrleuten tatsächlich schafften, in den 78. zu kommen, aber es ist auffällig, wie andere vielfach nachgewiesene und durch etliche Zeugen bestätigte Fakten (z.B. die Telefonate von Passagieren der entführten Maschinen mit ihren Angehörigen) von den Verschwörungstheoretikern grundsätzlich in Zweifel gezogen werden und als CIA-Fake dargestellt werden, andererseits etwaige Gerüchte oder unbestätigte Meldungen als bare Münze genommen werden.

Warum stürzten die Türme des World Trade Center zusammen?

Es gibt zwei Theorien, warum die Türme einstürzten: Der Feuerschutz* der Stahlträger des World Trade Center, bestehend aus einem drei Millimeter dünnen, aufgespritzten Spezialputz platzte durch die enorme Druckwelle der Explosion der Flugzeuge in den Sekunden des Einschlags in der näheren Umgebung der Einschlagstelle ab. Die Stahlträger waren damit der Kerosinbrandhitze schutzlos ausgeliefert!

Die Stahlpfeiler tragen ihre Last nur, wenn sie seitlichen Halt bekommen. Die Stützen im Kern der Türme bezogen ihren Halt ebenso wie die Außenpfeiler ausschließlich durch die Geschossdecken. Diese bestanden aus Stahlstäben mit wenig mehr als vier bis fünf Zoll Querschnitt und trugen eine Stahlplatte, die mit vier bis fünf Zoll Stahlbeton bedeckt waren.
Als diese Verbindungen brachen und die erste Geschossdecke abstürzte und ein oder zwei andere mitriss, hatten die eng stehenden Stahlstützen der Aluminiumfassade keinen seitlichen Halt mehr - unter der Last der Stockwerke darüber knickten sie ein.

*Die Metallträger waren von der Baufirma "Tishman Reality and Construction Company" mit dem Baumaterial Vermiculit ummantelt worden, ein Produkt, das zuvor an so genannten Normbränden erprobt worden war! Und solche Normbrände erreichen nicht vergleichbare Temperaturen eines Kerosinbrandes.
Übrigens: Ursprünglich hatte man für den Feuerschutz eine Mischung vorgesehen, die rund 20 Prozent Asbest enthalten sollte. Diese Isolierschicht sollte verhindern, dass Temperaturen der Stahlteile im Fall eines Feuers auf über 1100 Grad Fahrenheit steigt - einer Temperatur, bei der Stahl 50 Prozent seiner Stärke verliert. Aber Ende der sechziger Jahre entbrannte in den USA eine Diskussion darüber, ob Asbest Krebs erregt. Der Nordturm war bereits bis zum 40. Stockwerk errichtet, als man dann für die nächsten Etagen und für den zweiten Turm, dem Südturm, den vorher benannten Baustoff verwendete.

Nach einer anderen Theorie heizte sich der leichte Stahl der Querträger als erstes auf. In den 20 bis 30 Minuten nach dem Einschlag begannen die Geschossdecken sich zwischen den Innen- und Außenstützen durchzubiegen.
Ohne den Halt der Querverbindungen und durch die Hitze weich geworden, biegten sich die Außenstützen unter ihrem Gewicht der Geschosse oberhalb der Einschlagstelle nach außen oder knickten wie Streichhölzer ein. In dem Augenblick, in dem die Außenpfeiler, selbst durch das Feuer geschwächt, keine Stütze mehr durch die Querstreben hatten, war der Turm verloren: Die gesamte Gebäudespitze krachte auf das Stockwerk, der vertikale Schlag setzte sich, wie bei einer Dominoreihe, nach unten fort.

Die oberen Stockwerke schlugen mit einer Geschwindigkeit von beinahe 200 Stundenkilometern auf dem Boden auf - annähernde Fallgeschwindigkeit. 15 Sekunden dauerte es, bis das gesamte Gebäude unten war.

Video "World Trade Center - Anatomy of the Collapse (2002) (4/4)" (14,28 Minuten)

 

Noch etwas:
Keine Juden am 11.09. im WTC ?

Es kursieren Behauptungen, dass am 11. September 2001 aus rätselhaften Gründen keine Juden im World Trade Center waren, da es keine jüdischen Opfer gab. Solchen Unsinn verbreiten die Autoren gewisser Verschwörungsbücher, wie Herr von Bülow, der da schreibt, dass es nur "ein israelisches Opfer am 11.9." in den Türmen gab.
Tatsache ist aber, dass Abraham Foxman von der jüdischen Anti-Defamation League in New York und seine Mitarbeiter mindesten 400 Opfer zählten; wahrscheinlich waren es mehr, amtliche Zahlen gibt es nicht, weil die Religionszugehörigkeit von US-Behörden nicht erhoben wird.

Anti-Defamation League, 823 United Nations Plaza, New York, NY 10017 www.adl.org

 

Auslastung Flugzeuge:

Es wurde immer wieder die Behauptung aufgestellt, dass die Flugzeuge des 11. September ungewöhnlich wenig Passagiere an Bord hatten und deshalb gar nicht gestartet wären, da solch unausgelastete Flüge nicht rentabel sind.
Dazu lässt sich feststellen: Die Auslastung der Flieger war tatsächlich gering, aber es ergeben sich deutlichere Unterschiede bei den einzelnen Flügen als es oft gerne suggeriert wird:

Flug AA 077 - Boeing 757-200: 187 Plätze, 58 Passagiere + 6 Besatzungsmitglieder,
Flug AA 011 - Boeing 767-223: ca.: 200 Plätze, 82 Passagiere + 11 Besatzungsmitglieder,
Flug UA 175- Boeing 767-222: ca.200 Plätze, 56 Passagiere + 9 Besatzungsmitglieder,
Flug UA 093- Boeing 757-200: 187 Plätze, 37 Passagiere + 7 Besatzungmitglieder.

Bei der Auslastung ist auch zu beachten, dass die hochpreisigen First-Class Plätze gut gebucht waren. Ein kalkulatorischer Verlust war daher trotz geringer Auslastung unwahrscheinlich.
Außerdem war die UA 175 ein Kombiflug: Diese Maschine sollte ab Los Angeles als NZ 9051 - für Air New Zealand - weiterfliegen.
Und die UA 93 war ebenfalls ein Kombiflug und kam am Morgen des 11. September 2001 als AC 4085 - für Air Canada - in Newark (New Jersey) an.

Man sollte eines nicht unbeachtet lassen: Die Maschinen fliegen im sogen. Pendelverkehr, national sowohl als auch international. Das machen alle Fluggesellschaften so, ob Lufthansa, Iberia, oder eben United Airlines etc.: Bleibt nun Flug Nr.-sowieso wegen  1/3 Auslastung am Boden und werden die Passagiere auf einen späteren Flug umgebucht, fehlt später die Maschine am Bestimmungsort für den Rückflug, muss dieser also auch ausfallen und die Passagiere auf später umgebucht werden. Das geht aber nicht immer zu jeder Zeit, denn wenn der Rückflug beispielsweise ausgebucht ist, oder wenn die Maschine im Anschluss mit einer anderen Flugnummer weiterfliegen soll, lässt sich das nicht realisieren.

In Europa hat man deswegen die Star Allianz (unter Führung der Lufthansa) gegründet: Ist nun beispielsweise die Alitalia nach Frankfurt schlecht ausgelastet, fliegen die Passagiere mit der Lufthansamaschine nach Frankfurt mit; die LH-Maschine bekommt dann zusätzlich eine Alitalia-Flugnummer, und Alitalia muss dafür einen Obolus an Lufthansa leisten. Manche Lufthansamaschinen haben vier oder fünf verschiedene Flugnummern, nämlich auch die der Allianzpartner.
Und weil beispielsweise Air-France und British Airways nicht zur Star-Allianz gehören und deren Maschinen oftmals wegen zu geringer Auslastung einfach am Boden bleiben, verlieren sie Immermehr Kunden (besonders Geschäftsleute) an die Lufthansa, die quasi immer und somit zuverlässig fliegt...

Bordinglisten:

American Airlines flight 11
United Airlines flight 175
American Airlines flight 77
United Airlines flight 93

Passagierlisten:

Flug AA 077 - Boeing 757-200: 187 Plätze, 58 Passagiere + 6 Besatzungsmitglieder,
Flug AA 011 - Boeing 767-223: ca.: 200 Plätze, 82 Passagiere + 11 Besatzungsmitglieder,
Flug UA 175 - Boeing 767-222: ca.200 Plätze, 56 Passagiere + 9 Besatzungsmitglieder,
Flug UA 093 - Boeing 757-200: 187 Plätze, 37 Passagiere + 7 Besatzungmitglieder.

Vergleiche hierzu auch die CNN-Opferlisten: http://www.cnn.com/SPECIALS/2001/memorial/

 

Die Entführerpiloten:

Mohammed Atta (steuerte die AA 11 in den Nordturm) und Marwan Al-Shehhi (UA 175 in den Südturm) hatten nach etlichen Flugstunden und Simulatorstunden je eine CPL-Lizenz (Commercial Pilot Licence) und eine Instrument rating Lizenz erworben. Damit hätten sie bei jeder Fluggesellschaft als Pilot bzw. auf grossen Passagierjets mit mehr als 9 Passagiersitzen als Co-Pilot arbeiten können.
Eine ATPL (Airline Transport Pilot Licence), also die, die man als Chefpilot einer Boeing 767 braucht, hatten sie nicht. Dennoch hatten sie für diesen Flugzeugtyp etliche Stunden im Simulator absolviert.

Hani Handschur (steuerte die AA 77 ins Pentagon) hatte ebenfalls eine CPL und trainierte am Flugsimulator.
Ziad Jarrah (Terrorpilot der UA 93, die bei Shanksville abstürzte) hatte nur eine Lizenz für Kleinflugzeuge (PPL = Private pilot licence)

 

Hat die Luftabwehr am 11. September 2001 versagt?

Gern wird auch behauptet, dass man etwaige Abfangjäger, mit denen man die Anschläge hätte verhindern können, absichtlich zurück hielt. Ein Blick auf die Chronik des Tages jedoch zeigt ganz deutlich, warum die Abfangjäger nicht schneller an Ort und Stelle waren b.z.w. die entführten Maschinen nicht abgefangen oder gar abgeschossen wurden:

8:23 Uhr: AA 11 fliegt nordwestlich über Länderdreieck Massachusetts, Vermont u. New York, wendet auf abgeknickter Bahn Richtung dem sog. Albany-Schenectady-Troy-Triangel. "American 11, how do you read?". Keine Antwort.
8:27 Uhr: Stewardess Betty Ong gibt per Telefon aus dem Flugzeug Notruf an Verkehrsleitzentrale von American Airlines; zwei Flugbegleiter seien niedergestochen, einem Passagier der Hals durchschnitten worden. Die Entführer hätten Plätze in der ersten Klasse gehabt und die Crew mit einem Spray attackiert. Ong würden die Augen brennen.
8:29 Uhr: Controller hören Funkfetzen aus dem Cockpit, Stimme mit starkem Akzent sagt: "macht keine Dummheiten! Niemand wird etwas passieren! Wir haben mehr Flugzeuge! Wir kehren zum Flughafen zurück!"
8:28 Uhr: AA 11 wendet plötzlich scharf nach Süden Richtung Hudson gen New York.
8:29 Uhr: ARTCC unterrichtet FAA.
8:40 Uhr: Aus 900 Fuß fallend erreicht die Boeing 767 New York. Ofizielle Telefonkette kommt an ihr Ende an, der Luftabwehrbehörde Norad (North American Aerospace Defence Command).
8:41 Uhr antwortet United Airlines 175 ebenfalls nicht mehr.
8:43 Uhr: Zeitgleich starten auf der Otis Air National Guard Base in Falmouth, Cape Cod, zwei F-15 Abfangjäger, ein Routineschritt im Katastrophenplan.
8:46 Uhr: AA 11 stüzt in den Nordturm des WTC.
9:30 Uhr hoben auf der Langley Airbase drei F-16-Jäger des Jagdgeschwaders "Happy Hooligans" ab.
Bei Shanksville hatte der Jäger laut Condoleezza Rice definitiv den Abschussbefehl von Bush erhalten. Er hatte den Jet bereits im Visier, als dieser plötzlich absackte und in den Acker bei Shanksville stürzte.

Also waren bereits 21 Minuten, nachdem die AA 11 den Transponder abgeschaltet hatte, b.z.w. 3 Minuten, nachdem Norad verständigt wurde, zwei Abfangjäger in der Luft.
Warum sie nicht früher starteten, liegt daran, dass zuviel Zeit bei den verschiedenen Stellen verplämpert wurde. Schliesslich konnte auch niemand ahnen, dass Selbstmordattentäter die Maschinen als fliegende Bomben in Gebäude stürzen! Bisher gab es bei Entführungen immer irgendwelche Lösegeldforderungen bzw. politisch motivierte Forderungen, etc.
Ausserdem sei zu bedenken, dass - selbst wenn die Abfangjäger die Passagierjets noch rechtzeitig erreicht hätten - es nichts genutzt hätte: denn über einen bewohnten Großraum, wie beispielsweise New York, kann man nicht einfach ein Flugzeug abschiessen! Und wie gesagt, die UA 93 sollte gerade abgeschossen werden...

 

Flugzeugteile auf der Strasse von New York:

Diese Teile fanden sich mitten auf Manhattans Strassen in der Nähe des World Trade Center - wahrscheinlich Teile einer Boeing, die beim Crash dort hin geschleudert wurden. Auf Anfrage bei Boeing gab es zu den Trümmerteilen die Antwort, dass es keine offizielle Antwort geben wird: "Aber es handelt sich einigermaßen eindeutig um Triebwerks-Trümmer, möglicherweise aber auch um solche aus der Auxiliary Power Unit (APU) im Heck."

 

 

   

 

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